»Nora Bossong ist die wohl begabteste Erzählerin und Lyrikerin der jüngsten Autoren-Generation und \'Webers Protokoll\' ein Roman, dessen historisches und stilistisches Bewusstsein die Bemühungen vergleichbarer Jungautoren blass aussehen lässt.«
Neue Zürcher Zeitung
»Ein spannender, fulminanter Roman. Die Sprache lebt ungemein, es ist phantastisch, wie viele Stimmen man in \'Webers Protokoll\' hört. Ein magischer Roman.«
SWR2
»Der Roman erzielt eine raffinierte Vieldeutigkeit, die sich auch nach wiederholter Lektüre nicht erschöpft. Die Beobachtungs- und Kombinationsgabe der Autorin ist selbst einer Schachmeisterin würdig (...) Komponiert mit den Spannungsmomenten eines Krimis, dem Erkenntnisanspruch philosophischer Fragestellungen, mit historischer Akribie und psychologischem Spürsinn, lässt sich dieser beeindruckende Roman doch auf keines dieser Momente reduzieren.«
FAZ
»Nora Bossong hat für ihren Roman intensiv in den Archiven des Auswärtigen Amtes recherchiert; möglich, dass es Weber oder eine ähnliche Figur tatsächlich gegeben hat, doch das ist nebensächlich. Beeindruckend ist die Erzählweise des Romans, seine zersplitterte Chronologie, die komplizierte Perpektivengestaltung und die Kunstfertigkeit, mit der sämtliche Stränge beieinandergehalten werden. (...) \'Webers Protokoll\' ist ein jederzeit intelligentes Buch, dass sich beharrlich jeder Etikettierung entzieht, wie sein Held und wie seine Autorin auch.«
TAZ
»Nora Bossongs Roman ist ein schillerndes Vexierspiel voller dichter und spannender Passagen.«
DIE ZEIT
»Bossongs Sprache spielt mit dem sachlichen Ton des Berichts und ist zugleich dicht und suggestiv, verknüpft die Autorin doch ihre unterschiedlichen zeitlichen Ebenen gekonnt anhand motivischer Assoziation. Herausgekommen ist ein Roman voll literarischer Untiefen und menschlicher Abgründe, der nicht allein für kommende Bücher ihrer Generation eine unübersehbare Wegmarke setzt.«
Deutschlandfunk
»Mit erstaunlicher erzählerischer Souveränität kriecht die 1982 geborene Nora Bossong in einen Menschen und eine Zeit, die sie nur vom Hörensagen her kennen kann. Und aus einer Akte, die sie vor ein paar Jahren fand. Dennoch ist \'Webers Protokoll\' kein dokumentarisches Stück. Mehrere Lebensläufe haben zur Unterfütterung dieser Geschichte eines deutschen Diplomaten beigetragen, die vorführt, wie man in schwierigen Zeiten zugleich vollendet medioker, ein Menschenretter und ein Krimineller werden kann. Geschickt überbrückt Bossong die Distanz zwischen dem eigenen Leben und der beschriebenen Zeit.«
Süddeutsche Zeitung
»Unverschämt klug: Nora Bossongs Roman über einen Nazi-Vize-Konsul. Die Leser von \'Webers Protokoll\' dürfen sich glücklich schätzen ob der kühl sezierenden Genauigkeit und der unverschämten erzählerischen Klugheit der gerade einmal 27-jährigen Bossong. Mit spannungsreicher Leichtigkeit wechselt sie zwischen den Diskursen und Zeiten, zeichnet sie Charaktere, Milieus, Situationen und reflektiert während dessen auch noch über den wackeligen Boden der Autorität, auf dem ein Erzähler bei diesen Themen steht.«
Berliner Zeitung
- Nakladateľ: Frankfurter Verlagsanstalt
- Kód:
- Rok vydania: 2026
- Jazyk: Němčina
- Väzba: Brožovaná
- Počet strán: 288
Recenzie