Individuelle und gesellschaftliche Ängste dominieren unsere neokapitalistische Gesellschaft. Konservative und populistische Strömungen profitieren von der Verunsicherung der Einzelnen und sowohl politische als auch wirtschaftliche Kräfte wissen die Ängste der Menschen geschickt für sich zu...
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Individuelle und gesellschaftliche Ängste dominieren unsere neokapitalistische Gesellschaft. Konservative und populistische Strömungen profitieren von der Verunsicherung der Einzelnen und sowohl politische als auch wirtschaftliche Kräfte wissen die Ängste der Menschen geschickt für sich zu nützen. Unterstützt werden sie dabei von den Medien, welche ein Idealbild präsentieren, das sich durch permanentes Einprasseln tief ins menschliche Unterbewusstsein verankert. Ein allgemeiner Trend wird sichtbar, bei dem neue Krankheiten erfunden werden, von denen Pharmakonzerne, Therapeuten und selbsternannte Experten profitieren. Auf der Strecke bleibt der Mensch, welcher die gesellschaftliche Norm des perfekten Individuums nicht erreichen kann und aufgrund seiner vermeintlichen Defizite als krank eingestuft und therapiert werden muss. Ziel ist ein gesunder, arbeits-, bzw. leistungstüchtiger Mensch, der zum Konsum erzogen werden soll. Einziger Ausweg aus der Angstspirale ist die Flucht in den Narzissmus oder die Depression. Ein kollektives Einsehen ist aber nicht möglich, viel zu groß ist die Angst der Einzelnen vor dem Erwachen aus dem komatösen Tiefschlaf. Die Depression wird lieber in diverse Krankheitsformationen umbenannt, um den Schein aufrecht zu erhalten. Wer steuert aber unsere Ängste, wie wird Angst als Mittel der Manipulation missbraucht und welche Rolle spielen dabei die Medien?
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